Mai, 2026

Seminardetails
Wie können Journalistinnen und Journalisten in einer konflikthaften, polarisierten Öffentlichkeit souverän handeln? Welche Bedeutung und welche Effekte hat digitale Selbstwirksamkeit für journalistische Glaubwürdigkeit und demokratische Resilienz? Journalistinnen und Journalisten arbeiten heute
Seminardetails
Wie können Journalistinnen und Journalisten in einer konflikthaften, polarisierten Öffentlichkeit souverän handeln? Welche Bedeutung und welche Effekte hat digitale Selbstwirksamkeit für journalistische Glaubwürdigkeit und demokratische Resilienz?
Journalistinnen und Journalisten arbeiten heute unter teils extremen Bedingungen permanenter Zuspitzung: Dauerkrisen, digitale Beschleunigung, ständige Erreichbarkeit, öffentliche Angriffe und der rasante Einsatz von KI verändern nicht nur Arbeitsvolumina, sondern auch professionelle Selbstbilder. Belastung wird dabei häufig individualisiert – obwohl sie meist strukturelle Ursachen hat.
Das eintägige Seminar bietet einen konzentrierten Einstieg in das Thema „Resilienz im Journalismus“. Es geht nicht um Durchhalteparolen oder Selbstoptimierung, sondern um Orientierung, Selbstwirksamkeit und digitale Souveränität im redaktionellen Alltag. Die Teilnehmenden lernen, typische Belastungsmuster frühzeitig bei sich zu erkennen, eigene Ressourcen bewusster zu steuern und unter digitalen Vorzeichen handlungsfähig zu bleiben.
Inhalt
Im Mittelpunkt steht die Frage, wie journalistische Professionalität unter Druck stabilisiert werden kann – individuell, im Team und in redaktionell-praktischen Routinen. Ein besonderer Fokus liegt auf digitaler Resilienz: Wie verändert KI journalistisches Arbeiten jenseits von Effizienzversprechen? Wo entstehen neue Abhängigkeiten, Routinen und blinde Flecken? Und wie lässt sich technologische Unterstützung nutzen, ohne Verantwortung und Urteilskraft schleichend auszulagern?
Das Seminar verbindet analytischen Input und strukturiertes Erfahrungswissen mit Praxisreflexion, kollegialem Austausch und gezielten Übungen. Ziel ist es, die eigene Handlungssicherheit zu stärken und ein realistisches Verständnis dafür zu entwickeln, wie Resilienz im Journalismus tatsächlich entsteht – nicht als Modebegriff, sondern als professionelle Kernkompetenz.
Zielgruppe
Journalistinnen und Journalisten aller Ressorts und Mediengattungen, mit oder ohne Führungsverantwortung, die ihre professionelle Widerstandskraft stärken, digitale Veränderungen reflektiert gestalten und mental fit im journalistischen Alltag arbeiten möchten.
Seminargebühr
Das Seminar ist kostenfrei und wird ermöglicht durch die Unterstützung des Staatsministeriums Baden-Württemberg.

Anzahl der Seminarteilnehmer: 10
Gehen mehr als zehn Anmeldungen ein, kann von jedem Haus nur ein Interessent teilnehmen.
Veranstalter
JAB – Journalistische Aus- und Berufsbildung vom VSZV und DJV in Baden-Württemberg
Informationen und Anmeldung
Markus Weckesser
Telefon: 0711. 99 59 79 54
E-Mail: markus.weckesser@jab-bw.de
Veranstaltungsbild: AdobeStock / Kasuema Salae
Foto Dr. Stephan Weichert: VOCER Institut / Martin Kunze
Uhrzeit
10:00 - 17:00
Referentin / Referent

Dr. Stephan WeichertDer Referent ist Soziologe, Medienwissenschaftler und Journalist. Er arbeitet seit vielen Jahren in der journalistischen Aus- und Weiterbildung, im Hochschulmanagement sowie in Forschung und Beratung zu Medienwandel, KI und digitaler Resilienz. Er ist Mitgründer und Leiter des Instituts für Digitale Resilienz, eines gemeinnützigen Think & Do Tanks an der Schnittstelle von Journalismus, Demokratie und digitaler Transformation.
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